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Interview mit Elisabeth Amandi
Amandi MarimbaBanda mit "Musik-Hör-Stunde" in Kinderkliniken

Die Marimbaspielerin und Musikpädagogin Elisabeth Amandi gehört in Europa mit zu den kreativsten deutschsprachigen Musikerinnen. Nun wird sie zusammen mit den Musikern ihrer MarimbaBanda live in Kinderkliniken spielen.

Wir wollen von ihr wissen, wie diese Idee entstand und was für sie dabei so wichtig ist.

Warum wollen Sie nach den Konzerten auf vielen Musikbühnen nun auch in Kinderkliniken für kranke Kinder musizieren?
Amandi: Das hat eine eigene Vorgeschichte. Durch meine Arbeit als Musikpädagogin habe ich seit Jahren viel mit jungen Menschen zu tun. Einmal erlebte ich direkt, wie eine Schülerin an Krebs erkrankte und die damit verbundene Leidensgeschichte. Als ich diese Schülerin auf der Krebsstation besuchte, merkte ich erstmals eine riesengroße Betroffenheit bei mir über das ungerechte Schicksal schwer erkrankter Kinder. Dieses Gefühl blieb und wurde immer drängender. Gleichzeitig merkte ich, je länger ich musizierte, dass es mir sehr wichtig wurde, wie unsere Musik auf die Seele des Hörers wirkt. So beschäftigte ich mich in meiner Freizeit auch damit, wie Musik zur Gesundung der Seele und damit des Menschen beitragen kann. Und urplötzlich spürte ich das dringende Verlangen, neben den öffentlichen Auftritten auch in Kinderkliniken für kranke Kinder live zu musizieren.

Woher wissen Sie, dass die Musik, welche Sie mit der MarimbaBanda spielen, dazu geeignet ist, kranken Kindern zu helfen?
Amandi: Dass diese Musik besonders junge Menschen anspricht wissen wir aus den bisherigen "Musik-Hör-Stunden" in Schulen. Junge Menschen sind grundsätzlich sehr neugierig und aufmerksam für anders Klingendes. Der ungewohnte Marimbaklang macht sie offen, der Musik zu lauschen, auch wenn er zunächst nicht ihren bisherigen Hörgewohnheiten entspricht. Und es war und ist immer faszinierend zu erleben, wie Kinder und Jugendliche zu unserer Marimbamusik begeistert mitschwingen.

Haben Sie nun spezielle Musikstücke für die "Musik-Hör-Stunde" ausgewählt?
Amandi: Die Musiktitel sind alle aus unserem aktuellen Album "MarimbaEnergia". Wir haben dabei vor allem die rhythmisch pulsierenden und tänzerischen Werke ausgewählt, welche besonders viel Lebensfreude vermitteln und so den kranken Kindern positive Energie vermitteln können.

Wie sind Sie auf die sechs Kinderkliniken gekommen, in welchen Sie Ihre "Musik-Hör-Stunde" präsentieren?
Amandi: Wir haben durch Spenden für die Amandi Stiftung eine begrenzte Summe zur Verfügung, um die Kosten dieses Projekts abzudecken. Da wir in so viel Kliniken wie möglich spielen wollten, um vielen kranken Kindern Freude zu bereiten, war bald klar, dass wir im süddeutschen Raum bleiben werden, um nicht zu weite Strecken zurücklegen zu müssen. Wir haben uns über Kinderkliniken in Süddeutschland informiert, eine erste Route und Zeitplan entwickelt, bei den Kliniken angefragt und daraus dann die endgültige Tournee fest gelegt. Als nördlichsten Punkt haben wir Würzburg gewählt, da das mein Heimatort ist und es mir ganz besonders am Herzen liegt, auch dort kranken Kindern mit der "Musik-Hör-Stunde" Freude zu bringen.

Werden Sie nach dieser Rundreise auch später noch in Kinderkliniken musizieren?
Amandi: Wenn wir weiter so großzügige Sponsoren dafür gewinnen können, uns die finanzielle Last eines solchen Vorhabens zu erleichtern, werden wir das Projekt weiter durchführen. Wir sind da guten Mutes, denn wo ein Wille ist, ist ein Weg!

Dieses Interview ist zur Veröffentlichung frei gegeben. Weitere Fragen können Sie gerne per eMail schicken.
Fotos finden Sie auf unserer Webseite Foto Album

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Möchten Sie ein ausführlicheres Portrait von der Künstlerin Elisabeth Amandi bringen oder wollen Sie die Musikerin für eine Sendung, Film oder Auftritt engagieren, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme