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Interview mit Elisabeth Amandi
Marimbaspielen ist Leidenschaft, die Freude schafft!

Die Rhythmus-Expertin Elisabeth Amandi machte sich bereits 1984 mit ihrer ersten CD mit Marimba im Crossover-Bereich einen Namen als unkonventionellste Marimbaspielerin in Europa. Wir haben uns mit ihr unterhalten, warum sie als erste Frau ein Album mit Marimba herausbrachte.

Wie haben sie ihre Liebe für die Marimba entdeckt?
Amandi: An der Musikhochschule Würzburg habe ich zum ersten Mal eine Marimba gehört. Das Marimbaspiel hat mich sofort an mein Tanzen in der Ballettschule erinnert. Ich ging zum Schlagzeugprofessor Siegfried Fink und sagte: Ich will Marimba lernen! Dieser meinte, daß ich neben der Marimba die Pauke, Kleine Trommel und Drumset studieren muß. Das machte mir sehr viel Spaß, weil mir gerade das Marimbaspielen praktisch zugeflogen ist.

Hatten sie weitere Kollegen oder nur Kolleginnen und wie standen diese zu Ihnen?
Amandi: Die Männer haben mein Marimbatalent ignoniert und gerade ein an der Marimba schwacher Kollege meinte zu mir: "Dein Trommeln klingt wie wenn Kartoffeln die Kelletreppe herunter fallen!" Ich dachte nur: Euch zeige ich es. Denn es gab kaum männliche Kollegen, die wie ich an der Marimba besonders gut waren. Damit hatte ich das Monopol, 1984 als erste deutsche Musikerin ein Album mit "Marimbamusik" herauszubringen.

Ihren ersten medienwirksamen Auftritt hatten Sie 1981 bei "Wetten daß...!"
Amandi: Oh ja. Es war die 6. Sendung mit Frank Elstner. Die Wette war, daß ich an der Marimba den Hummelflug schneller spielen könnte als ein Geiger an der Violine. Ich gewann spektakulär auf der großen Marimba mit 47 Sekunden vor dem Geiger mit 53 Sekunden. Und noch toller war dass ich außerdem Wettkönigin der Sendung wurde.

1984 kam die erste von Ihnen eingespielte CD "Marimbaszenen" mit dem Ariadne Duo heraus, sie hatten daraufhin zahlreiche Funk- und Fernsehauftritte und Konzerte. Ab 1990 ist in Ihrer Biographie zu erkennen, daß sie sich auf die Pädagogik konzentrierten, warum das?
Amandi: Das hatte viele überrascht, da ich ja als Marimbaspielerin mit Superkritiken sowohl für das Album "Marimbaszenen" als auch für die Konzerte überhäuft worden war. Der Grund war, daß meine Mutter 1990 plötzlich starb. An ihrem Todestag musste ich ein Konzert geben, denn "the show must go on". Ich hatte zu dieser Zeit eine regelmäßige Fernsehreihe in einem Kinderprogramm, die sagte ich schnellst möglich ab. Ich konnte nur noch das notwendige Pflichtprogramm absolvieren, warum weiß ich nicht. Nur als Pädagogin konnte ich optimale Leistung bringen, denn das Weitergeben meines Könnens an junge Menschen war damals für meine trauernde Seele besser als das Auftreten in der Öffentlichkeit. Das hatte dann zur Folge, dass zahlreiche Veröffentlichungen und Kompositionen von mir erschienen sind, welche ich zunächst für meine Schüler verfaßt hatte.

Hier hatten sie mit zahlreichen Preisträgern bei "Jugend musiziert" enormen Erfolg!
Amandi: Genau, dadurch wurde meine Psyche wieder stärker und nach dem tollen Erfolg meiner Schüler 1992 beim Bundeswettbewerb bekam ich plötzlich wieder Lust, selbst Musik zu machen. Seitdem läuft bei mir Pädagogik und Musizieren parallel.

1997 kam dann ihre zweite CD heraus, dieses Mal jedoch spielte neben der Marimba eine Harfe und nicht ein Klavier und Flöte wie auf dem ersten Album, warum?
Amandi: Ich habe immer einen sogenannten Traumklang gesucht, schon als kleines Mädchen wollte ich mit Musik den Himmel auf Erden holen. Die Harfe klingt runder und wärmer als das Klavier, sie veredelt den Marimbaklang , während die Marimba der Harfe Energie vermittelt, also eine tolle Klangwelt.

Der Titel dieser 2. CD "Chopin meets Streisand" mit dem Amandi KlangPerlenSpiel ist wieder eine Crossover-Mischung von "Evergreen" von Barbara Streisand über einen argentinischen Tango bis hin zur dem "Minutenwalzer" von Frederic Chopin und "Meditation" aus Thais von Jules Massenet. Solch eine Mischung gibt es sonst nirgends, wie kamen sie darauf?
Amandi: Das ist wie beim Essen von verschiedenen Mahlzeiten. Mir macht es selbst einfach viel mehr Spaß, unterschiedlichste Musik zu spielen. Das Musikmachen ist für mich selbst eine Herzenssache. Deshalb will ich beim Hörer vor allem das Herz erreichen, und das weiß ich aus meiner bisherigen Spielerfahrung, schaffe ich besonders gut mit dem Mix von E- und U-Musik und Bekanntem und Unbekanntem. Denn damit wecke ich zum einen Erinnerungen und biete gleichzeitig neue unverbrauchte Musikerlebnisse an.

Nun kommt bald ihr neues Album heraus und das in einer anderen Besetzung und neuer Programmstruktur, wollen Sie dazu schon etwas sagen?
Amandi: Nur soviel, dieses Mal gesellen sich zur Marimba eine Gitarre, ein Klavier und viele Percussioninstrumente. Es sind von mir sieben eigene Kompositionen darauf, die ich mit 10 Tänzen aus dem Nussknacker von Tschaikowsky gemischt habe. Doch wie es dazu kam und warum ich gerade diese Auswahl getroffen habe, soll noch eine Überraschung bleiben, deshalb mehr davon im nächsten Interview.

Dieses Interview ist zur Veröffentlichung frei gegeben. Weitere Fragen können Sie per eMail schicken. Fotos finden Sie auf unserer Webseite Foto Album

Gerne lassen wir an Funk, Fernsehen, Produzenten und Veranstalter Belegexemplare zuschicken.

Möchten Sie ein ausführlicheres Portrait von der Marimbaspielerin Elisabeth Amandi bringen oder wollen Sie die Künstlerin für einen Auftritt oder Konzert engagieren, würden wir uns freuen, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen

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